Vor dem Anfang

Ein Anfang beginnt nie bei Null, immer gibt es eine Geschichte vor dem Anfang. Daher ist ein Rückblick immer sinnvoll, um aus dem Vergangenen für die Zukunft zu lernen und das Jetzt für die Zukunft gestalten zu können.

Ich schaue daher zurück und lese meinen ersten Newsletter “Gestaltung:zyklus”, den ich am 02.09.2003 in meiner Firma designkunst verschickte. Die Zeichen standen damals auf “Geiz ist geil“ und No-name-Produkte eroberten die Regale. Ich stellte die Frage, ob Marken überflüssig seien. 15 Jahre später sind No-names verschwunden; einige davon sind inzwischen erfolgreiche Eigenmarken mit eigenem Design. Zusätzlich erkennt man, dass die Herausforderungen heute unvergleichlich komplexer sind: der Überfluss an Informationen, die digitalen Vernetzungen auf allen Ebenen und die Konfrontationen mit dem Unbekannten, um nur einiges zu nennen, machen uns allen zu schaffen. Eine „neue Unsicherheit” hat sich ausgebreitet. Das betrifft jeden einzelnen und jedes Unternehmen. Das macht eine konsequente holistische Markenbildung und –stärkung noch notwendiger als damals. Die Antwort, die ich in der Vergangenheit schrieb, könnte aktuell formuliert worden sein:

“Die Marke, die sich im Wettbewerb durchsetzen will, muss dynamisch entwickelt werden, immer dem Markt ein bisschen voraus. Vertrauen, Authentizität und Innovation müssen erhalten und immer wieder neu bewiesen werden. Das bedeutet eine ständige dynamische Kontinuität in der Designentwicklung. Marke ist immer innovativ, immer am Zahn der Zeit, immer erwartet unerwartet.”

Ergänzend füge ich heute hinzu, das gelingt nur, wenn eine Marke über die eigenen Mitarbeiter*innen transportiert wird, was wiederum nur gelingt, wenn die Unternehmenskultur lebendig gestaltet wird und eine ständige Transformation beinhaltet. Das gelingt am Besten mit einer holistischen Markenstrategie und einem co:coaching.

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